Veranstaltungen

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15. Tage der jüdischen Kultur und Geschichte: WANDERAUSSTELLUNG »Riga - Deportationen, Tatorte, Erinnerungskultur«

Datum
21.11.2022 bis 26.11.2022
Veranstalter



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Kosten
0.00 € Eintritt frei I Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10-19 Uhr sowie Sa. 10-13 Uhr
Region
Magdeburg
Ortschaft
Magdeburg
Veranstaltungsort
Stadtbibliothek Magdeburg Zentralbibliothek, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

Wanderausstellung „Riga - Deportationen, Tatorte, Erinnerungskultur“

Vom 4. Oktober bis zum 26. November 2022 in der Stadtbibliothek Magdeburg/Zentralbibliiothek im 4. Obergeschoss (mit dem Fahrstuhl erreichbar)

Geöffnet zu den Öffungszeiten der Stadtbibliothek Magdeburg/Zentralbibliothek:

Montag bis Freitag 10:00 - 19:00 Uhr
Sonnabend 10:00 - 13:00 Uhr

(An Sonn- und Feiertagen nicht geöffnet.)

Die Wander­ausstellung widmet sich den Deportationen der jüdischen Nachbarn, den Tatorten und Tätern in Riga sowie den Erinnerungskulturen in den Mit­gliedsstädten des Riga-Komitees. Etwa 25.000 deutsche, öster­reichische und tschechische Juden – Kinder, Frauen und Männer – sind ab Ende 1941 und im Verlauf des Jahres 1942 in das vom national­sozialistischen Deutschland besetzte Riga deportiert worden.

Im Riga-Komitee sind seit dem Jahr 2000 Herkunftsstädte der im Zweiten Weltkrieg nach Riga deportierten Jüdinnen und Juden zusammengeschlossen. Die Landeshauptstadt Magdeburg trat dem Riga-Komitee 2008 bei.  Das Städtebündnis macht es sich zur Aufgabe, die Erinnerung und das Gedenken an die verschleppten und ermordeten Bürgerinnen und Bürger lebendig zu halten. Das Riga-Komitee hat die Errichtung einer Gedenkstätte unterstützt, die seit 2001 im Wald von Bikernieki an die etwa 35.000 Menschen erinnert, welche an diesem Ort von den deutschen Besatzern und ihren Helfern erschossen worden sind. Mittlerweile sind über 60 Städte im Riga-Komitee miteinander verbunden – es ist ein einzigartiger Zusammenschluss innerhalb der internationalen Erinnerungslandschaft.

Die Ausstellung „Riga Bikernieki – Wald der Toten“ des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge war im Jahr 2012 in Magdeburg  im Saal der Partnerstädte des Alten Rathauses gezeigt worden. Anlass war das 1. Symposium des Deutschen Riga-Komitees in Magdeburg mit Gästen aus 12 Partnerstädten des Deutschen Riga-Komitees. Diese Ausstellung gab eindrucksvoll Auskunft über den Leidensweg von über 25.000 deutschen Juden, die deportiert und im Zeitraum von November 1941 bis zum Winter 1942 im Wald von Riga-Bikernieki ermordet worden sind. Sie zeigte aber gleichzeitig auch, dass an dieser Stätte des Grauens eine würdige Grabstätte entstanden ist. Dies war möglich auf der Grundlage des Deutsch-Lettischen Kriegsgräberabkommens von 1996, wobei sich die Bundesregierung verpflichtete, auch den deutschen Opfern der Deportation in Lettland würdige Grabstätten zu schaffen.

Die Wanderaussstellung "Riga - Deportationen, Tatorte. Erinnerungskultur" knüpft unmittelbar an die Ausstellung von 2012 an. Vor 80 Jahren, am 20. Januar 2022, besprachen 15 Männer am Wannsee bei Berlin – auf Einladung des von der NS-Führung beauftragten Reinhard Heydrich – die „Endlösung der Judenfrage“. So lautete der Tarnbegriff für den Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas. Die Erinnerung an die Folgen der „Wannsee-Konferenz“ halten Volksbund und Riga-Komitee mit einer neuen Wanderausstellung wach. Im Fokus: die lettische Hauptstadt Riga. Sie soll – wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seinem Geleitwort schreibt –

„uns […] den Blick in die eigene und in die gemeinsame Geschichte (ermöglichen). Gemeinsam hoffen wir, dass die Erkenntnis, die wir daraus gewinnen, uns vor einem Rückfall in die Barbarei bewahren wird. Und wir vertrauen auf die Verbindungen, die unter neuen Vorzeichen in der gemeinsamen Arbeit an diesem Ort gewachsen sind.“

Begleitend ist eine Broschüre erschienen.

Anmeldung von Führungen für Schulklassen
Herr Dr. Maik Hattenhorst, Stadtbibliothek (Zentrale), Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 391 540-4816, E-Mail: Maik.Hattenhorst@stadtbibliothek-magddeburg.de

Weitere Informationen
Herr Jan Scherschmidt, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - Landesverband Sachsen-Anhalt
Tel. +49 391 6074540, E-Mail: s-anhaltvolksbund.de, Internet: www.volksbund.de/Sachsen-Anhalt

Gemeinschaftsveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Landesverband Sachsen-Anhalt und der Stadtbibliothek Magdeburg im Rahmen der 15. Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2022//5783 vom 18.10.2022 bis zum 26. 11.2022

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