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Salzige Tour: Genthin (8)

Hier erfahren Sie alles über die Waschmittelherstellung in Genthin von 1921 bis 2009Genthin liegt am Elbe-Havel-Kanal, dessen Vorläufer im 18. Jahrhundert entstand, um den Wasserweg von Berlin nach Magdeburg zu verkürzen sowie den Salztransport von Schönebeck zu sichern. Auf dem durch Genthin verlaufenden Mühlgraben wurde der Torf aus dem Fiener Bruch verschifft, mit dem in Schönebeck dann die Saline beheizt wurde. Das Kreismuseum Jerichower Land (Tel. 03933 803521; www.lkjl.de) zeigt die Kanalgeschichte und seltene Schiffsmodelle. Heute ist der 55 Kilometer lange Elbe-Havel-Kanal Teil der zentralen Ost-West-Wasserverbindung für die Berufsschifffahrt und für Sportboote. In Sachsen-Anhalt fließt der Kanal einzig durch den Landkreis Jerichower Land, der insgesamt über rund 2.000 Kilometer Wasserläufe verfügt – ein Paradies für Angler und für Wassertouristen.

Die Genthiner Industriegeschichte ist eng mit Henkel verbunden. Dort gründete das Düsseldorfer Unternehmen 1921 ein Tochterwerk, da Düsseldorf über den Wasserweg auf Rhein, Mittelland- sowie Elbe-Havel-Kanal mit Genhtin verbunden war und auch die Bahnstrecke von Magdeburg nach Berlin über Genthin führte. Über die Wiege von Persil und Spee und die 88-jährige Tradition der Waschmittelherstellung an diesem ostdeutschen Standort informiert das Henkelmuseum. Im einstigen Badehaus des Genthiner Werkes wird auch die Geschichte des Waschens erzählt. Auf Waschbrettern, in Badewannen, mit Kernseife und Bürsten wird im Waschmuseum nicht nur dreckige Wäsche gewaschen, sondern auch viel übers Reinigen von Wäsche gestern und heute verraten.

 Henkelmuseum • Telefon: 03933 8240 419 
 www.sbg-genthin.de