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Schloss Bernburg

Mit ihrer sehr gut erhaltenen Altstadt und dem auf einem Sandsteinfelsen thronenden Schloss Bernburg gehört die einstige Residenzstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg zu den schönsten Städten in Sachsen-Anhalt. Ursprünglich als wehrhafte Burg erbaut, wurde es im 16. Jahrhundert im Stil der Renaissance erweitert. Mit seinen noch aus dem Mittelalter stammenden Türmen war es jahrhundertelang, bis zur Industrialisierung, die wichtige Landmarke der Stadt. Einer Legende nach soll hier einst Till Eulenspiegel als Turmwächter gelebt haben. Deshalb trägt einer der Türme auch seinen Namen. Das Schloss befindet sich in einem sehr guten Zustand und hat deshalb auch den Ruf, das schönste und stolzeste Schloss in Anhalt zu sein. Es wird daher auch als Krone Anhalts bezeichnet. 
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Alter Markt in der Talstadt BernburgDoch nicht nur das Schloss sondern die gesamte Altstadt ist sehr sehenswert. Bereits im Mittelalter entstanden an beiden Ufern der Saale mehrere Stadtteile, die als Bergstadt, Altstadt und als Neustadt bezeichnet werden. Mittelalterliche Gassen aber auch der großzügige, in den Jahren 1840 bis 1850 entstandene Karlsplatz geben dem Stadtzentrum ein reizvolles Aussehen. Liebevoll sanierte, Jahrhunderte alte Bauwerke stehen an den Straßen, Gassen und Plätzen der Stadt, zu denen auch ein uraltes Kloster, Reste der Stadtmauer und barocke Gebäude der einstigen Hofhaltung von Anhalt-Bernburg gehören.

Barocke Wohnhauszeilen in der Bernburger Bergstadt

Besonders beeindruckend sind die qualitätsvollen barocken Wohnhauszeilen in der Leipziger Straße und in der Theaterstraße der Bernburger Bergstadt. Sie sind ein wichtiges Zeugnis der barocken Wohnkultur in der Blütezeit der Residenzstadt Bernburg in der 1.Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die in der Zeit nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges errichteten Bürger- und Kavaliershäuser in der Bernburger Bergstadt stellen ein herausragendes Dokument des Wiederaufbaus der Bergstadt nach ihrer Zerstörung dar und sie prägen bis in die heutige Zeit das Bild dieses Stadtgebietes. Ein Teil dieser barocken Bauten erfuhr in der Zeit des Klassizismus eine deutliche Überformung insbesndere ihrer straßenseitigen Fassaden (z.B. das Wohnhaus des ehemaligen großen Ackerbürgerhofes Leipziger straße 2, der auch ein sehr wichtiges Zeugnis für die Wirtschafts- und Stadtgeschichte Bernburg darstellt). Zu  den prächtigsten Barockbauten zählt vor allem das Haus Theaterstraße 13 mit seiner typischen barocken Fassadengliederung mit Kolossalpilastern, die durch Volutenkapitelle zusätzlich gegliedert wurden, mächtigen Natursteingewänden um die Fenster und dem reich gestalteten Sandsteinportal des Hauseinganges mit profiliertem Gewände und gesprengtem Segmentbogengiebel in dem sich eine Wappenkartusche befindet.